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Der Weg zu Gott und seine Hinderniße

EA 12/14

Additional Information
Author Eberhard Arnold
Date May 10, 1911
Document Id 20126059_09_S
Available Transcriptions German

Der Weg zu Gott und seine Hinderniße

[Arnold, Eberhard and Emmy papers - A.D.]

Dessau. Bahnhofhotel

10. Mai 1911

EA 12/14 (I)

VI

Erster Anschlußvortrag

Der Weg zu Gott und seine Hinderniße

A. Der Weg zu Gott. - Es gibt eine göttliche Kundgebung an den Menschen!!!. Es gibt eine Punkt in der Geschichte, an dem der lebendige Gott Sich Selbst der Menschheit entdeckt hat! Es gibt eine Persönlichkeit, in welcher sich Gott unzweideutig und fleckenlos kundgetan hat! Jesus als der Weg zu Gott! Jesus, als er wirklich war!

Es gibt eine Tat in der Geschichte, die uns Gott selbst gebracht hat, eine Tat, die in sich selbst den Weg zu Gott bedeutet! Die größte Tat der Geschichte is die große Tat der Befreiung gewesen, die alle Hinderniße beseitigt hat, die sich zwischen uns und Gott aufgeturmt haben! - Das Leben Jesu is das größte Leben der Geschichte gewesen. Denn das Leben Jesu bedeutet Freiheit für Gott! Freiheit von Menschenabhängigkeit und Mammonsknechtung! Freiheit von den Fesseln der Sünde! Freiheit von aller religiösen Menschensatzung und Priesterherrschaft! Deshalb konnte nur Jesus es sein, der die größte Tat der Befreiung vollbracht hat: Jesus starb als das, was er war!

Er starb als der Mensch, um die Eine neue Menschheit zu schaffen, das neue Menschentum aus Gott!

Er starb als der König, um die alte Herrschaft der Satansmacht auf der Erde zu brechen!

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Er starb als der Sohn Gottes, um das Sühnopfer darzubringen für unsre Schuld:

Der Tod Jesu als der Weg zu Gott:

Er als der einzige wahre Mensch bringt uns das neue Menschentum, die Lebensenergie aus Gott!

Er als der König der Erde vollendet den Sturz des Satan

Er als der Sohn Gottes hat die Bahn gebrochen für den Weg zu Gott! Die Hinerniße sind beseitigt! Der Weg ist frei! Der Weg zu Gott!!

Und doch: Wie viele Hinderniße erheben drohend ihr Haupt, um uns abzuhalten von diesem Weg zu Gott!

Unsre heutige Aufgabe geht dahin, diese Hinderniße als Chimären zu erweisen, als die Ausgeburt unsrer Einbildungskraft, als Vorspiegelungen nicht verhandner Bedrohungen, die alle in sich selbst zusammensinken, sobald das Licht des Kreuzes die Nebel verscheucht!

B. Wir glauben in den fünf Vorträgen unseres abgeschlossenen Cyclus zwei große Haupthinderniße, die so sehr Viele abhalten, überwunden zu haben:

1.) Die Selbstgerechtigkeit des eignen Weges.

2.) Die Unwißenheit der sachlichen Zweifel.

1.) Das religiöse Ringen der Jetztzeit offenbarte uns ein buntes Bild aller der vergeblichen Versuchs aus dem Menschen selbst einen religiösen Aufschung zu Gott zu unternehmen.

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Es ist ein ganz gewaltiges Hindernis auf dem Wege zu Gott, so lange wir noch mit unserer Religiösität und Frömmigkeit, mit unserer Entschiedenheit und Gesetzlichkeit zu Gott kommen wollen.

Es ist die Botschaft der Gnade, die den Weg zu Gott bedeutet. Gnade gebrauchen heißt: der Verzicht auf jede eigne Bemuhung, die Drangabe aller Rechte:

Bild: Der Mörder, der bei der Gnade endet! Enn wir den Weg annehmen wollen, den Gott gebahnt hat, müßen wir die Wege aufgeben, in denen wir uns selbst verschüttet haben.

Bild: Die verschütteten Bergleute in ihren unmöglichen Hauen.

Der rettende Gang.

Die Kranken und Sünder: Torrey S.22 (§ III 3.) S.23

Torrey S.44. (§ 19)

Die Selbstgerechten u. Gesetzesfrommen: Torrey S.51.51 (IV,1.3) 56

Das Bemühen, ein Christ zu sein:

Die Hoffnung eines Bekenntnisses. Gemeinschaft: Torrey S.60 (IV 5)

2.) Das häufigste Hindernis ist in der modernen Zeit die unwissenheit über Jesus, die sachlichen Zweifel, ob Jesus wirklichy Gott gebracht hat.

Deshalb: Jesus als der Beweis Gottes.

Jesus, wie Er wirklich war.

Die größte Tat der Geschichte.

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Stellt euch vor die Person Jesu! Und alle Zweifel schwinden. Studiert Jesus! Und ihr werdet zur Sicherheit gelangen über den Weg zu Gott! Torrey S.71. a und b

"Es hat nie ein Mensch geredet wie dieser Mensch!"

[inserted in margin]: S.71

Aber: "Der seelische Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes." "Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde", sonst kann er das Reich nicht sehen."

Durch die Wiedergeburt erhalten wir einen Einblick nach dem anderen so daß wir stückweise wachsen in der Erkenntnis unseres Herrn!

Je mehr wir von Ihm haben, umso mehr verschwinden alle Fragen und Rätsel vor Seiner Klarheit.

Wir können Ihn aber nicht anders haben, als durch eine ganze, klare Entscheidung.

Jesus hat ein sicheres Mittel für jeden ernstgesinnten Zweifler: Torrey S.69 (VII,1) So jemand will des Wille tun

Bild: Amerika als eingebildetes Land!

3.) Aber bei den meisten von uns sind es nicht sachliche Zweifel an Gott und Jesus, die ihre Hinderniße bilden, sondern persönliche Furcht, ob gerade Sie ein ganzer Christ sein können.

I. Sie haben Furcht daß Sie das neue Leben nicht durchführen können, daß die Kraft nicht reicht.

Aber: Torrey S.109.110. S.24.26.27. § 6.28

Sie brauchen nichts zu fürchten!

Sie haben Kraft die Fülle!

Der Vater der Liebe! Jesus in Ihnen!

Mein Joch sanft - Last leicht.

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[inserted on margin]: 72

Furcht vor Verfolgung und Bekenntnis

Es kommt schließlich sehr bald dahin, daß es Ihre größte Freude sein wird, mit Christus zu leiden!

Torrey S.111.112

Wer den Mut zu klarem Bekenntnis für Jesus hat, wird die gewaltigste Kraft und Freude erfahren.

Torrey S. 92.93

"Ich fühle nichts" S.37.38

"Zu viel aufgeben" S.33.34

"Geschäft und Stellung" S.32

"ich bin zu gebunden" S.29

mein Herz zu Hart S.22

ein zu großer Sünder S.21.22

4.) Das Hindernis: Die Sünde

Torrey I und II

5.) Unentschiedenheit

Torrey S.61.62